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Uwe Zielke-Steffen

[unter uns]

18.09.2011 - Mai 2012


Der Berliner Künstler Uwe Zielke-Steffen, der einen großen Teil seines Lebens in Dortmund verbracht hat, setzt sich mit dem Ort und seiner Geschichte auf ausgesprochen ungewöhnliche Art auseinander. Uwe Zielke-Steffen arbeitet mit Dynamit. Der Raum 5 des Bunkers wird durch eine Farbsprengung umgestaltet. 69 zweiteilige Farbladungen werden kurz nacheinander zur Explosion gebracht. Die Farben bewegen sich durch den Raum und werden sich mischen. Staub, Kabelstücke, Plastikfolie und alles was durch die Explosion umhergeschleudert wird, wird in die Arbeit integriert. Die bei seinen Sprengungen auf Leinwänden oder Mauerwerk oder, im Falle des Bunkers, auf dem Beton entstehenden Farbkompositionen entwickeln eine räumliche Tiefe, die dem Blick in das Weltall gleicht.

Suchten in Kriegszeiten die Bewohner der umliegenden Häuser Schutz auf den 138 nummerierten Sitzplätzen, so bietet am Tag der Sprengung der Außenraum diesen Schutz.

Parallel zum Sprengbild, dessen Entstehung die Besucher der Vernissage miterleben konnten, zeigt der Künstler Videos weiterer Arbeiten, so etwa die Sprengung einer 30 m hohen Buche und der Sprengaktion Rahmen-Kreuz von 2007, bei dem der martialische Umgang mit dem Bildträger die Arbeiten von Lucio Fontana noch in den Schatten stellt.

Zur Ausstellung erscheint eine Edition der Sprengskizze „der 360-teilige Farbkreis in 1,7/700 sec.“.

www.uwe-zielke-steffen.eu

Fotos: Oliver Schaper, Johanna Schmalöer, Ralf Dördelmann

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